… möchte ich hier, obwohl mein Blog ja erst am Anfang ist, zum Thema Werkzeug einen Beitrag einschieben. Mein Bruder hat mich heute früh mit einem Aufgabe konfrontiert, die mich nun zu diesem Post veranlasst: „Habt ihr eine Empfehlung, wenn ich mir einen Bohrer kaufen will?“
Nach den ersten Minuten war allerdings schon klar, es wird eine Bohrmaschine, genauer eine Schlagbohrmaschine (Bohrhammer) benötigt, was hier in der Fragestellung nur umgangssprachlich abgekürzt wurde.


Man muss gleich vorweg dazu sagen, es ist bisher kein Elektrowerkzeug vorhanden und damit auch kein Akkusystem oder keine bevorzugte Marke. Damit stellen sich gleich weitere Fragen: Wird eine bestimmte Marke bevorzugt? Einsatzzweck? Akkusystem oder Kabel? Und die wichtigste Frage: Wie hoch ist das Budget? Denn eines ist klar, wenn man mir unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stellen würde, würde es nicht nur eine Bohrmaschine geben! 🙂
Die Festlegung auf eine Marke geht grundsätzlich mit der Festlegung auf ein Akkusyystem einher. Wenn man nur kabelgebundene Werkzeuge haben möchte, gibt es auch keinen Grund sich auf den Hersteller festzulegen. Hier kann dann der Einsatzzweck im Vordergrund stehen. Vergleichstests für die einzelnen Geräte gibt es dazu im Internet mehr als genug. Akkusysteme stehen aber – zumindest im Heimwerkerbereich – den Maschinen mit Kabel in nichts nach. Im Gegenteil, die Vorteile für Geräte ohne Kabel sind in der Überzahl. Ich kann aus meinen Erfahrungen heraus hauptsächlich von Makita berichten. Zudem nur aus dem Heimwerker- und nicht aus dem Profibereich!
Bosch, Einhell, Makita, Black&Decker und DeWalt dürften für den Heimwerker die bekanntesten Marken sein, da sie heutzutage in fast allen Baumärkten präsent sind. Ebenso bieten all diese Hersteller verschiedene Akkusysteme (hauptsächlich 18V) und kabelgebundene Geräte an.
Einhell, sowie Black&Decker gehören in die günstigere Kategorie. Ich habe bzw. hatte Geräte beider Hersteller im Einsatz. Auch Geräte von Aldi oder Lidl bilden hier eine immer größer werdende Bandbreite an Geräten ab. Der Vorteil ist hier natürlich ganz klar der Preis und für den gelegentlichen, seltenen Einsatz dürfte dies, bei kleinem Budget, die konsequentere Wahl sein. Ich selbst brauche meine Werkzeuge in verschiedensten Projekten ja doch etwas öfter als nur 1x im Jahr und aus langjähriger Erfahrung heraus kann ich guten Gewissens sagen: Wer billig kauft, kauft zweimal! Daher würde ich mich auf einen der folgenden drei Hersteller festlegen:
DeWalt ist schon aus dem Profibereich und hat damit aber auch ähnliche Preise wie Festool, Milwaukee, Hilti und co.
Der günstige Ableger des amerikanischen Herstellers ist Black&Decker.
Makita ist als japanischer Hersteller auch qualitativ hochwertig, hat ein sehr breites Spektrum an Geräten und ist in immer mehr Baumärkten zu erhalten.
Preislich ist Makita auch nicht günstig, hat aber ein entsprechend gutes Preis-/Leistungsverhältnis.
Bosch ist als deutscher Hesteller ebenfalls qualitativ gut und bietet sowohl Geräte für den Heimwerker als auch für den Profi an. Bosch hat jedoch verschiedene Akkusysteme im sehr großen Sortiment, die nicht untereinander austauschbar sind!
Bosch ist der bleibteste Hersteller in Deutschland, hat das größte Sortiment und ist wirklich in jedem Baumarkt zu bekommen.
Zur besseren Vergeleichbarkeit wird unten das „blaue“ BOSCH Professional-System gewählt.
Wenn man sich für ein Akkusystem entscheidet, dann sollte man sich auch auf einen Hersteller festlegen, denn die Akkus und Ladegeräte sind nicht unbedingt günstig und machen ja nur Sinn, wenn man den Vorteil nutzen kann, dass eine große Bandbreite an Maschinen mit dem selben Akku verwendet werden kann. Jeder Hersteller bietet dazu in der Regel ein Einsteiger-Set, meist mit Akku-Schrauber, Ladegerät und zwei Akkus an.
In der folgenden Übersicht sind Bohrmaschinen der drei oben genannten Hersteller, die sich in ihren technischen Daten und Zubehör ähneln. Dabei handelt es sich um das jeweilige Mittelklassemodell. Preise sind von verschiedenen Internetseiten und können ja nach Anbieter abweichen. Sie gelten hier nur als Richtwert.
Alle Varianten mit Akku werden mit 2x 5.0Ah Akkus, Ladegerät und Koffer geliefert. Preislich sind sie sich, wie auch in ihren technischen Daten ähnlich. Die Varianten ohne Akku werden dennoch im Koffer geliefert. Makita liefert hierbei noch ein zusätzliches Schnellspannfutter mit.
Wie oben schon zu erkennen, wird damit das gegebene relativ kleine Budget von 300€ deutlich überschritten, wenn man sich in ein Akkusystem neu einkaufen muss.
Günstigere Alternativen gibt es dann mit Kabel von Makita und BOSCH:
Eine weitere Alternative wäre, falls man sich wirklich ein Akkusystem anschaffen möchte, ein Einsteigerset mit Akkuschrauber und dann die Schlagbohrmaschine ohne Akkus dazu zu kaufen. Damit kommt man zwar über die 300€, bleibt aber immer noch unter 450€, hat ein zweites Gerät, inkl. Zubehör. Zudem hat man damit dann auch gleich den soliden Grundstein für ein großes Arsenal an batteriebetriebenen Werkzeugen gelegt! 🙂
Eine gute Preis-Leistungsvariante gibt es hier z.B. von BOSCH:

Ich selbst hatte bis vor kurzem eine kabelgebundene „Billigbohrmaschine“ (ca. 20€) und eine Black&Decker Schlagbohrmaschine im Einsatz. Für den gelegentlichen Einsatz schien mir dies damals ausreichend. Auf Grund des Neubaus der Maverick Ranch, habe ich mich aber vor gut einem halben Jahr für die oben schon erwähnte Makita DHR243RTJW entschieden. Sie kommt mit SDS plus, sowie wechslebarem Schnellspannfutter, Koffer und Staubabsaugung. Ich würde Sie nie wieder eintauschen wollen!
Fazit:
Wenn es „nur“ um die Bohrmaschine, zum seltenen Einsatz geht und das Budget gehalten werden soll, würde ich zur BOSCH PROFESSIONAL GBH-2-20 tendieren. Damit bleibt auch noch genug vom Budget übrig, um sich ein Verlängerungskabel und gute Bohrer zu kaufen! 😉
Neben der Maschine selbst ist nämlich die Auswahl des richtigen Bohrers mindestens ebenso wichtig. Im Gegensatz zur Machine, die man vielleicht auf Grund des seltenen Einsatzes günstiger wählt, sollte hier auf keinen Fall gespart werden! Außerdem sollte der Bohrer unbedingt auf das Material das penetriert werden soll abgestimmt sein! Ich hatte schon zahlreiche Bohrersets oder auch günstige einzeln gekaufte Bohrer in Verwendung. Die Folge waren ausgefranste Bohrlöcher, ausgeschlagene Wände, zu große Löcher und damit immer großer Frust. Ich habe mich dann letztendlich dafür entschieden mir ein unheimlich teueres Bohrerset von Hilit zu kaufen. Das tat beim Kauf tatsächlich innerlich weh, weil das Set 10x so teuer war, wie die günstigen All-In-One-Sets. Allerdings halten diese Bohrer relativ lang, ist also für den Heimwerker eher eine Einmalinvestition.
Und das Wichtigste ist, dass mit der Umstellung der Machine und der Bohrer aus dem Löcher bohren in Stein, Ziegel oder Beton aus dem immerwährenden Frust nun Lust geworden ist! In diesem Sinne, viel Spaß beim Löcher bohren!
Im Folgenden habe ich Euch noch eine kleine Auswahl an Maschinen und Bohrern verlinkt, die ich auch im Einsatz habe:













